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Korrelation oder Kausalität?

Eine Korrelation beschreibt einen statistischen Zusammenhang. Kausalität bedeutet, dass etwas eine Ursache für etwas anderes ist. Aus einem gemeinsamen Auftreten allein folgt keine Ursache.

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Korrelation

Werte oder Merkmale hängen statistisch miteinander zusammen.

In erfundenen Besuchsdaten sind an Tagen mit mehr Gästen auch mehr Jacken an der Garderobe abgegeben worden.

Die Zahlen verändern sich gemeinsam. Allein daraus folgt nicht, dass abgegebene Jacken die Gästezahl verursachen.

Kausalität

Eine Veränderung bewirkt unter den beschriebenen Bedingungen eine andere.

In einem funktionierenden Stromkreis bewirkt das Schließen des Schalters, dass die Lampe leuchtet.

Das Beispiel beschreibt einen bekannten Wirkmechanismus und damit eine Ursache-Wirkungs-Beziehung.

Korrelation und Kausalität schließen sich nicht aus. Ein statistischer Zusammenhang kann durch eine Ursache entstehen, durch eine dritte Größe erklärt werden oder zufällig auftreten. Auch die zeitliche Reihenfolge allein beweist keine Kausalität. Die Fragen benennen ausdrücklich, ob nur eine Beobachtung oder eine als bekannt beschriebene Wirkung gemeint ist.

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Aufgaben zum Nachlesen

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  1. Erfundene Daten zeigen: An Tagen mit mehr Theatergästen werden mehr Programme verkauft. Welche Art von Zusammenhang ist damit zunächst beschrieben, ohne eine Ursache nachzuweisen?

    1. Korrelation
    2. Kausalität
    Lösung und Erklärung

    Korrelation

    Die Aufgabe nennt einen statistischen Zusammenhang. Ein ursächlicher Nachweis wird ausdrücklich nicht behauptet.

    Bedeutung in der Referenz nachlesen ↗
  2. Ein funktionierender Stromkreis ist beschrieben: Wird der Schalter geschlossen, fließt Strom und die Lampe leuchtet. Welcher Begriff bezeichnet die angegebene Ursache-Wirkungs-Beziehung?

    1. Korrelation
    2. Kausalität
    Lösung und Erklärung

    Kausalität

    Der beschriebene Mechanismus verbindet das Schließen des Stromkreises ursächlich mit dem Leuchten.

    Bedeutung in der Referenz nachlesen ↗
  3. Zwei Messreihen steigen häufig gemeinsam. Über den Grund ist nichts bekannt. Welcher Begriff benennt den bisher beobachteten statistischen Zusammenhang?

    1. Korrelation
    2. Kausalität
    Lösung und Erklärung

    Korrelation

    Gemeinsame Veränderungen der Messreihen beschreiben zunächst eine Korrelation. Die Ursache bleibt offen.

    Bedeutung in der Referenz nachlesen ↗
  4. Eine Murmel stößt auf einer freien Bahn eine zweite an und setzt sie dadurch in Bewegung. Gefragt ist ausdrücklich nach dem beschriebenen ursächlichen Einfluss.

    1. Korrelation
    2. Kausalität
    Lösung und Erklärung

    Kausalität

    Der Stoß ist im Beispiel als Ursache der Bewegung angegeben. Das betrifft Kausalität.

    Bedeutung in der Referenz nachlesen ↗
  5. Eine Auswertung zeigt eine statistische Beziehung zwischen zwei Merkmalen. Eine dritte Größe könnte beide erklären. Welcher Begriff passt zur bisher festgestellten Beziehung?

    1. Korrelation
    2. Kausalität
    Lösung und Erklärung

    Korrelation

    Ein möglicher gemeinsamer Einflussfaktor ist mit Korrelation vereinbar. Ein direkter ursächlicher Einfluss der beiden Merkmale ist damit nicht bewiesen.

    Bedeutung in der Referenz nachlesen ↗

Quelle und Sprachgebrauch

Die Bedeutungsunterscheidung wurde am 24. Oktober 2026 anhand der verlinkten Referenzen geprüft. Beispiele und Übungen sind für Wortreich formuliert.

Duden: Korrelation ↗

Duden: Kausalität ↗

Gut zu wissen

Warum bedeutet Korrelation nicht automatisch Kausalität?

Weil ein statistischer Zusammenhang noch nicht erklärt, wodurch er entsteht. Eine weitere Größe kann beide Merkmale beeinflussen; auch Zufall und die Richtung eines möglichen Einflusses müssen geprüft werden.

Ist eine Korrelation deshalb nutzlos?

Nein. Sie kann einen Zusammenhang sichtbar machen und weitere Fragen anstoßen. Die Behauptung einer Ursache braucht zusätzliche Begründung.

Kann etwas zugleich korreliert und kausal verbunden sein?

Ja. Die Begriffe setzen verschiedene Schwerpunkte: statistischer Zusammenhang und ursächlicher Einfluss. Sie sind keine ausschließenden Gegensätze.

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